01.02.2007, 22:41
In diesem Thread sollen bedeutende europäische Aquarien, sowohl solche, die Bestandteil eines Zoos sind, als auch jene, die selbstständig betrieben werden, vorgestellt werden.
Den Anfang möchte ich mit dem Vivarium des Zoo Basel machen, das 1972 eröffnet wurde und etwa 75 % des Basler Tierbestands (nach Arten) beherbergt (etwa 480 von 640 Arten).
Die Becken sind nicht in großen Themenbereichen angeordnet, sondern führen den Besucher "entlang der Evolution" während seines Rundgangs durch den 350 Meter langen Besucherweg aus dem Wasser über amphibische Lebensformen in die Terrarienabteilung. Jedoch gibt es kleinere Blöcke aus mehreren benachbarten Aquarien, die denselben Lebensraum präsentieren. Jedes Aquarium hat zudem eine thematische "Überschrift".
Nachdem man den halb unterirdischen Eingang passiert hat (von dem aus der Weg danach ständig nach oben führt) erblickt man zunächst zwei große Landschaftsbecken für heimische Fischarten, die als besonderen zoologische Leckerbissen Baltische Störe (Acipenser ruthenus) beherbergen.
Nach einigen kleinen Becken, u.a. für Sumpfkrebse, folgt ein Abschnitt mit mittelgroßen Becken für europäische Meeresbewohner. Ein auffallender Bewohner hier ist ein großer Pollack (Pollachius pollachius), der zu den Dorschen gehört.
Es folgt eine Reihe von kleineren Becken, die verschiedene afrikanische Süßwasserfische zeigen. Neben zahlreichen Buntbarschen werden z.B. Flösselhechte, Nilhechte, ein Zitterwels (Malapterus electricus) und ein großer Kongo-Kugelfisch (Tetraodon mbu) gezeigt.
Dieser Bereich geht über in mehrere Seewasserbecken, zuerst zwei recht große, von jeweils zwei Seiten einsehbare, und zwei kleine, die mit Röhrenaalen (Taenioconger hassi, Gorgasia preclara) und Ohrenquallen (Aurelia aurita) spezialisierte Lebewesen zeigen. Die beiden großen Becken beherbergen eine Vielzahl von tropischen Meeresfischen, u.a. mehrere selten gezeigte Falter- und Kaiserfischarten.
Nun schließen sich einige mittelgroße Seewasserbecken mit verschiedener Ausrichtung an, von Korallenbecken bis zu einem Gifftierbecken mit mehreren Feuerfischarten.
Darauf folgen mehrere Becken mit Vertretern der südamerikanischen, asiatischen und australischen Süßwasser-Fischfauna. Neben vielen Salmlern, Welsen und Karpfenfischen finden sich u.a. Leopolds Stechrochen (Potamotrygon leopoldi) und Australischer Lungenfisch (Neoceratodes forsteri). Letzterer ist noch nicht sehr lange im Bestand und die drei Exemplare sind auch noch nicht so groß wie z.B. die in Frankfurt oder Stuttgart.
Nach einem Becken für nordamerikanische Fische folgt das Haibecken, in dem Indischer Bambus- (Chiloscyllium indicum), Leoparden- (Triiakis semifasciata) und Kalifornischer Stierkopfhai (Heterodontus francisci) leben, vergesellschaftet mit Doktorfischen und Paddelbarschen (Chromileptis altivelis). Von den Bambushaien sind regelmäßig Jungtiere im Becken zu sehen.
Nach weiteren Seewasseraquarien, die ein tropisches Riff, Fetzenfische und Seepferdchen (erstere wohl momentan nicht mehr im Bestand) und die Fauna der nordamerikanische Westküste präsentieren, folgt der oben beschriebene Übergang zum Land. Neben Mangrovenfischen wie Schützenfischen und Schlammspringern befindet sich in diesem Bereich die Innenanlage für Esels- und Königspinguine, die beide regelmäßig gezüchtet werden.
Es schließt sich die Terrarienabteilung an, die neben einigen Standardarten wie Stirnlappenbasilisken und Tigerpythons in zumeist geräumigen und schön eingericheteten Terrarien u.a. Mindanao-Bindenwaran (Varanus salvator cumingi) und in der abschließenden Krokodilanlage Australische Süßwasserkrokodile (Nachzuchten aus Frankfurt) beherbergt.
Das Vivarium gehört zweifellos zu den Höhepunkten des "Zolli". Auch wenn die Anlage schon einige Jahre auf dem Buckel hat, ist sie immer noch sehr ansprechend, wobei auch ständige Renovierungen einzelner Anlagen beitragen.
Der große Schwachpunkt ist jedoch die Beschilderung des Aquariums, die kaum aktualisiert ist und viele Arten ausschildert, die gar nicht mehr im Bestand sind. Gleichzeitig ist eine große Zahl der Arten nicht ausgeschildert, darunter viele seltene oder kaum bekannte Arten.
Glücklicherweise bietet der Zolli eine Tierbestandsliste an, deren Erwerb ich daher jedem bei einem Besuch in Basel empfehle.
Den Anfang möchte ich mit dem Vivarium des Zoo Basel machen, das 1972 eröffnet wurde und etwa 75 % des Basler Tierbestands (nach Arten) beherbergt (etwa 480 von 640 Arten).
Die Becken sind nicht in großen Themenbereichen angeordnet, sondern führen den Besucher "entlang der Evolution" während seines Rundgangs durch den 350 Meter langen Besucherweg aus dem Wasser über amphibische Lebensformen in die Terrarienabteilung. Jedoch gibt es kleinere Blöcke aus mehreren benachbarten Aquarien, die denselben Lebensraum präsentieren. Jedes Aquarium hat zudem eine thematische "Überschrift".
Nachdem man den halb unterirdischen Eingang passiert hat (von dem aus der Weg danach ständig nach oben führt) erblickt man zunächst zwei große Landschaftsbecken für heimische Fischarten, die als besonderen zoologische Leckerbissen Baltische Störe (Acipenser ruthenus) beherbergen.
Nach einigen kleinen Becken, u.a. für Sumpfkrebse, folgt ein Abschnitt mit mittelgroßen Becken für europäische Meeresbewohner. Ein auffallender Bewohner hier ist ein großer Pollack (Pollachius pollachius), der zu den Dorschen gehört.
Es folgt eine Reihe von kleineren Becken, die verschiedene afrikanische Süßwasserfische zeigen. Neben zahlreichen Buntbarschen werden z.B. Flösselhechte, Nilhechte, ein Zitterwels (Malapterus electricus) und ein großer Kongo-Kugelfisch (Tetraodon mbu) gezeigt.
Dieser Bereich geht über in mehrere Seewasserbecken, zuerst zwei recht große, von jeweils zwei Seiten einsehbare, und zwei kleine, die mit Röhrenaalen (Taenioconger hassi, Gorgasia preclara) und Ohrenquallen (Aurelia aurita) spezialisierte Lebewesen zeigen. Die beiden großen Becken beherbergen eine Vielzahl von tropischen Meeresfischen, u.a. mehrere selten gezeigte Falter- und Kaiserfischarten.
Nun schließen sich einige mittelgroße Seewasserbecken mit verschiedener Ausrichtung an, von Korallenbecken bis zu einem Gifftierbecken mit mehreren Feuerfischarten.
Darauf folgen mehrere Becken mit Vertretern der südamerikanischen, asiatischen und australischen Süßwasser-Fischfauna. Neben vielen Salmlern, Welsen und Karpfenfischen finden sich u.a. Leopolds Stechrochen (Potamotrygon leopoldi) und Australischer Lungenfisch (Neoceratodes forsteri). Letzterer ist noch nicht sehr lange im Bestand und die drei Exemplare sind auch noch nicht so groß wie z.B. die in Frankfurt oder Stuttgart.
Nach einem Becken für nordamerikanische Fische folgt das Haibecken, in dem Indischer Bambus- (Chiloscyllium indicum), Leoparden- (Triiakis semifasciata) und Kalifornischer Stierkopfhai (Heterodontus francisci) leben, vergesellschaftet mit Doktorfischen und Paddelbarschen (Chromileptis altivelis). Von den Bambushaien sind regelmäßig Jungtiere im Becken zu sehen.
Nach weiteren Seewasseraquarien, die ein tropisches Riff, Fetzenfische und Seepferdchen (erstere wohl momentan nicht mehr im Bestand) und die Fauna der nordamerikanische Westküste präsentieren, folgt der oben beschriebene Übergang zum Land. Neben Mangrovenfischen wie Schützenfischen und Schlammspringern befindet sich in diesem Bereich die Innenanlage für Esels- und Königspinguine, die beide regelmäßig gezüchtet werden.
Es schließt sich die Terrarienabteilung an, die neben einigen Standardarten wie Stirnlappenbasilisken und Tigerpythons in zumeist geräumigen und schön eingericheteten Terrarien u.a. Mindanao-Bindenwaran (Varanus salvator cumingi) und in der abschließenden Krokodilanlage Australische Süßwasserkrokodile (Nachzuchten aus Frankfurt) beherbergt.
Das Vivarium gehört zweifellos zu den Höhepunkten des "Zolli". Auch wenn die Anlage schon einige Jahre auf dem Buckel hat, ist sie immer noch sehr ansprechend, wobei auch ständige Renovierungen einzelner Anlagen beitragen.
Der große Schwachpunkt ist jedoch die Beschilderung des Aquariums, die kaum aktualisiert ist und viele Arten ausschildert, die gar nicht mehr im Bestand sind. Gleichzeitig ist eine große Zahl der Arten nicht ausgeschildert, darunter viele seltene oder kaum bekannte Arten.
Glücklicherweise bietet der Zolli eine Tierbestandsliste an, deren Erwerb ich daher jedem bei einem Besuch in Basel empfehle.

