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Normale Version: Meereskundemuseum Stralsund & Oceaneum
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Zitat:Eröffnung des größten deutschen Meeresmuseums

Die Meere bedecken sieben Zehntel der Erdoberfläche, sie sind der evolutionäre Ursprung allen Lebens und gigantische Nahrungsquelle für Krebse, Fische, Meeressäuger und den Menschen. Der Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, Harald Benke, betont: "In der Tiefsee leben noch viele Arten, die wir nicht kennen." Nur 2,4 Quadratkilometer dieses Lebensraums, ein nicht mal stecknadelgroßer Punkt auf dem Globus und damit statistisch gesehen ein nahezu vernachlässigbarer Teil, seien bisher mit automatischen Tauchrobotern gründlich untersucht worden. Unsere Foto-Serie [1] verrät, was die Besucher im neuen Ozeaneum zu sehen bekommen.

Feierliche Eröffnung des "Ozeaneums" am Freitag
In das unbekannte Universum "Meer" können vom kommenden Samstag (12. Juli) an die Besucher von Deutschlands größtem Museumsneubau eintauchen. Zu der feierlichen Eröffnung des "Ozeaneums" am Tag zuvor wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. In der UNESCO-Welterbestadt Stralsund entstanden die Ausstellungshallen in den zurückliegenden zwei Jahren für rund 60 Millionen Euro zusätzlich zum bestehenden Gebäude des Deutschen Meeresmuseums. Wie vier riesige, vom Wasser blank geputzte und umspülte Eiszeitfindlinge (große Steine aus der Eiszeit) thront die Anlage zwischen mittelalterlichen Speichergebäuden.

Unterwasserreise durch 39 Schaubecken
In dem Bau der Stuttgarter Architekten Behnisch und Partner kann der Besucher eine Unterwasserreise durch 39 Schaubecken machen. Diese beginnt an einer Nachbildung des Stralsunder Hafenbeckens, in dem Fische wie Plötzen und kleine Rotfedern über einem entsorgten Fahrrad schwimmen - und endet am Tiefsee-Atlantik-Aquarium mit skurrilen Seewölfen und am Grönlandbecken, das die Tierwelt unter dem Eis abbildet.

Sieben lebensgroße Wal-Modelle
Endpunkt der Ausstellung ist der von der Umweltorganisation Greenpeace mit 1,45 Millionen Euro finanzierte Bereich "1:1 Riesen der Meere" mit sieben lebensgroßen Modellen von Meeresgiganten wie Blau-, Schwert- oder Buckelwal. "Wir wollen den Menschen erlebbar machen, was sie durch die Bedrohung der Wale verlieren", sagt Greenpeace-Projektleiter Thomas Henningsen. Nach Angaben des Museums können die Besucher im "Ozeaneum" die weltgrößte Wal-Dokumentation bestaunen.

Mehr als nur ein Großaquarium
Die Aquarien - wenn sie denn alle in Betrieb sind - haben ein Gesamtfassungsvermögen von 60.000 Badewannen-Füllungen (sechs Millionen Liter Wasser). Rund 200 Tonnen Salz benötigen die Aquarianer, um das Trinkwasser, das zuvor vollkommen entkeimt wurde, entsprechend den Originalgewässern aufzusalzen. Das Deutsche Meeresmuseum will mit dem neuen Ausstellungskomplex aber mehr bieten als nur ein Großaquarium. "Als Museum haben wir den Auftrag, zu bilden", erklärt Benke. In den Ausstellungen über das Leben in der Ostsee oder über die Weltmeere mit klassischen Vitrinen, Präparaten und Bildschirmen erhalten die Besucher Antworten auf Fragen wie "Müssen Fische trinken?" oder "Welche Extreme birgt die Tiefsee?". Wer sich in wissenschaftliche Fakten vertiefen will, habe dazu eine Vielzahl von Möglichkeiten, erläutert der Museumschef.

Neue Attraktion für Mecklenburg-Vorpommern
Von dem Neubau, der sich wegen seines einzigartigen Konzepts Experten zufolge in die Reihe der weltweit führenden Aquarien einfügt, erwartet vor allem die Tourismusbranche an der Ostsee-Küste positive Effekte. "Das Ozeaneum passt ausgezeichnet in das Image des Landes Mecklenburg-Vorpommern als naturnahes Urlaubsziel und ist ein Top-Freizeitangebot für Touristen", meint der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Bernd Fischer. Mindestens 550.000 Besucher benötigt das Museum pro Jahr für einen wirtschaftlichen Betrieb.

Keine komplette Fertigstellung bis zur Eröffnung
Doch über der Eröffnungsfreude liegen auch Schattenwölkchen. Fünf Tage vor dem Start weist die Ausstellung noch Lücken auf - und nicht alle, das weiß Museumschef Benke, werden bis dahin geschlossen sein. Das Schwarmfischbecken, mit insgesamt 2,6 Millionen Litern das größte, wird aus Zeitgründen bis zur Eröffnung nicht mit Tieren bestückt sein. Die Pinguinanlage und das Heringsbecken dürfen derzeit gar nicht gebaut werden, weil die Kosten angesichts gestiegener Baupreise aus dem Ruder liefen. 60 Millionen Euro und damit zehn Millionen mehr als ursprünglich geplant kostete der Bau. Die Zusatzkosten teilten sich Bund und Land, die sich mit 30 Millionen (Bund) und 17,5 Millionen Euro (Land) beteiligten.

Ticket-Rabatte in der Eröffnungsphase
Insgesamt flossen 52,6 Millionen Euro öffentliche Gelder in das "Ozeaneum", das künftig den Betrieb aus den Einnahmen finanzieren muss. Weil nicht alle Ausstellungsabschnitte fertig sind, werden in der Eröffnungsphase Ticket-Rabatte eingeräumt. Erwachsene kommen für 10 (später 14) und Kinder für 5 (später 8) Euro in die Schau.


Weitere Informationen Deutsches Meeresmuseum, Ozeaneum Stralsund GmbH, Katharinenberg 14 bis 20, 18439 Stralsund, Tel.: 03831/26 50 601, Fax: 03831/26 50 609, E-Mail: info@ozeaneum.de, http://www.ozeaneum.de , Öffnungszeiten: ganzjährig Montag bis Sonntag 9:30 bis 19 Uhr mit erweiterter Öffnungszeit in den Monaten: Juni, Juli, August, September: 9:30 bis 21 Uhr.

Quelle
Ich kann kaum meinen Augen trauen - 60mio Euro? Das kann ich mir bei beste Wille nicht vorstellen. I hoffe, der Ergäbniss wird diese Summe gerecht. Gibts hier jemand, der da einen Besuch plannt?
Jap, in planung schon, aber noch kein genauer Termin.

Ich zitiere mal das Vorwort der aktuellen zoopresseschau:

Zitat:Liebe Leser,

morgen wird das Ozeaneum in Stralsund eingeweiht.

Wer die Großaquarien Dänemarks, Englands, Frankreichs oder Spaniens kennt - oder auch "nur" die Zooaquarien unserer niederländischen Nachbarn -, kann über die hierzulande gern als sensationell dargestellten 1-Mill.-Liter-Becken oder 4-m-Unterwassertunnel nur lächeln. Daß ein "echtes" Großaquarium in Deutschland bislang fehlte, habe ich an dieser Stelle wohl schon mehrfach erwähnt.

Das dürfte sich nun ändern. Immerhin soll es Deutschlands größter Museums-Neubau sein. 2,6 Mill. Liter im Hauptbecken sind international gesehen auch nur Mittelklasse (und zur Eröffnung noch gar nicht befüllt), dafür ist der Tunnel hier breiter als woanders lang, und irgendwie mußten 60 Mill. Euro ja verbaut werden - nicht nur für Deutschlands längste freitragende Rolltreppe (31 m). Durchaus logisch, wenn das größte Ostsee-Museum an der Ostsee zugleich "das größte der Welt" ist - wo sonst soll wohl ein Ostseemuseum stehen.

Ich habe bisher nur den Rohbau von außen gesehen, mir gefällt das Äußere nicht so recht, mehr so eine Komposition aus Nierentischen und Nierensteinen ("vom Wasser umspült"). Wie es im Aquarienbereich aussieht, scheint noch geheim zu sein, weder Presseinfos noch die Website bieten aktuelle Fotos, nur Visualisierungen. Der virtuelle Flug durch die Ausstellung auf der Website (Achtung, 45 mb!) entspringt Architekten- und Designer-Wunschträumen, ist aber wenig informativ.

Das wohl wichtigste in einem Aquarium - die lebenden tierischen Bewohner - jedenfalls kommt in Pressetexten, Berichterstattung und auf der Website sehr deutlich zu kurz. Noch berauscht man sich an Superlativen, Technik und Ausstellungsdesign. Eigentlich erfährt man gar nichts über den Tierbestand - außer daß es 7000 "zumeist Fische" sein sollen, wenn die Schwarmfische denn eingezogen sind. Die wenigen namentlich erwähnten Tierarten - darunter Buckelwal, Eisbär, Schweinswal und "Pinguin" - sind jedenfalls garantiert nur als Modelle zu bestaunen. Doch mehr Museum als Aquarium?

Also versammeln wir uns am Samstag vor der Glotze und schauen mal, wie es geworden ist. Ob es gleich 45 + 90 Minuten Live-TV-Berichterstattung im NDR und unserer Kanzlerin zum Durchschnippeln des Bandes bedarf, sei dahingestellt.
Aber wie heißt es: Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
www.ozeaneum.de
Dirk Petzold
Vielleicht warten wir einmal die Eröffnung ab - wobei ich allerdings die Superlative auch ein wenig verdächtig finde. Es wird den Geldfluß zweifelsohne nicht behindert haben, daß der Wahlkreis unserer Bundeskanzlerin in Vorpommern liegt.
guckt euch mal den Virtuellen Rundgang an, das erklärt schon einiges. Außerdem haben die ganz schön viele Zuwender gehabt.
Architektur von außen ist gewöhnungsbedürftig.

Die HP ist allgemein sehr gut, nur haben die Filme eine lange Ladezeit manchmal.
Ist das etwa der gleiche BEHNISCH
der dieses häß ääh wunderschöne Haus in Krefeld verbrochen hat .


K.D.
Hier einige Bilder:

http://reisen.t-online.de/c/15/55/11/92/15551192.html

(unten auf "Foto-Serie")
beim ersten Bild dürfte es mal wieder tausende "Ihhhhh"-Schreie geben und auf dem zweiten finde ich den Besatz irgendwie nicht. Hab einen kleinen Fisch entdecken können und irgendwas Schwebendes.
Auf dem zweiten sehe ich links oben eine Muräne.
Ich war eine Woche vor Eröffnung in Stralsund und da wurde noch fleissigst gebaut. Auch ich finde, dass dieses moderne Design nicht unbedingt zwischen die alten Speicherhäuser am Hafen passt.
Ich werde im Herbst genau einen Tag in Stralsund sein und überlege noch, welche Einrichtung ich besuchen werde. Aber natürlich deutet schon einiges auf das Ozeaneum hin. Da ich die großen Zentren in Brest (Oceanopolis), Grenaa (Kattegatcentret) und Hirtshalts (Nordseemuseum) kenne, wird ein Vergleich mit diesen bestimmt interessant.
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