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Normale Version: Prag will Gangesgavial retten
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Zitat:lorient-lejour.com.lb - 30. Apr. 2008
Le zoo de Prague veut sauver le gavial du Gange
Prager Zoo will Gangesgavial retten
Der zoologische Garten von Prag hat ein Versuchsprogramm in Europa in Gang gebracht, um den Gangesgavial (Gavialis Gangeticus) zu retten, ein asiatisches Krokodil, das vor 200 Millionen Jahren auftauchte und heute fast verschwunden ist. "Alle in der Welt eingeführten Pläne zum Schutz sind bis heute gescheitert. Der Gavial ist eine der am meisten bedrohten Arten des Planeten ", macht Petr Veselsky aufmerksam, Kurator für im weitläufigen Zoo, der auf den Anhöhen am Ufer der Moldau (Vltava) angesiedelt ist. Zwischen 150 und 200 erwachsene Gangesgaviale gibt es heute noch in ihrem natürlichen Lebensraum an den Ufern der Wasserläufe Indiens und etwa zwanzig sind es nur in menschlicher Obhut in verschiedenen Zoos Indiens, der Vereinigten Staaten, Japans, Sri Lankas und Singapurs, legt man die Zahlen zugrunde, die in Prag verfügbar sind. "Die Zeit ist gekommen, die Alarmglocke zu läuten", unterstreicht Petr Veselsky. Der Zoo hat gerade eine Million Euro ausgegeben, um einen funkelnagelneuen Pavillon einzurichten, in dem sich sorglos tummeln drei Männchen und vier Weibchen aus einem Park von Madras (Südindien). "Das Ziel besteht letztlich darin, die Gaviale sich fortpflanzen zu sehen, um den Nachwuchs anderen Zoos überlassen zu können, oder sie sogar in ihrem Ursprungsland wieder frei zu lassen", erklärt Herr Veselsky. Darauf wird man noch mindestens zehn Jahre warten müssen, damit die neuen Pfleglinge erst die Geschlechtsreife erreichen. Bei der Eröffnung des Pavillons wünschte der indische Botschafter in Prag, Dinkar Prakas Srivastava, dank der Arbeit des Prager Zoos möge die Gaviale nicht das Schicksal der Dinosaurier ereilen...
Ich finde die Absicht sehr lobenswert, frage mich aber, wo die großen Häuser stehen, in denen man die ja nicht eben kleinwüchsige Krokodilart unterbringen möchte.
Leipzig plant für Gangesgaviale im Gondwanaland, dort dürfte ausreichend Platz da sein.... Bis die Tiere züchten, dauert es ja auch noch ein Jahrzehnt....
Das scheint mir ein guter Hinweis, denn die herkömmlichen Anlagen dürften für Großkrodile nicht ausreichen, wenn man einmal von den beiden Häusern in Berlin und dem in Stuttgart absieht, wobei erstere ja noch verändert werden müßten, was mir bei letzterem nicht wirklich gelungen erscheint. Insofern könnte in Leipzig so etwas entstehen wie in neuer Bautyp, der auch große Arten in einer Art Gewächshaus zeigt. Die andere Frage wäre, ob man Krokodilaußenanlagen baut, über denen man im Winter eine Art Glashaus errichtet, wobei der Gangesgavial da vielleicht ein schlechtes, weil besonders wärmebedürftiges Beispiel vorstellt. Ich möchte Altanlagen ja lieber ergänzen als verändern, aber bei großen Krokodilarten scheint mir wirklich ein neuer Bautypus entwickelt werden zu müssen.
Zunächst mal darf ich anmerken, dass Übersetzungsfehler der Medien hier Einiges Falsche haben einfliessen lassen.
Es gibt in Indischen Zoos und Zuchtstationen mehrere Hundert Ganges-Gaviale, davon rund 20 dort, wo Prag seine Gaviale her hat, nämlich der Madras Crocodile Bank. In den USA leben über 30 in diversen Zoos, in Europa neben Prag nur im dänischen Krokodilzoo und der Ferme aux Crocodiles in Pierrelatte. Weitere Tiere kommen 2009 in den Krokodilzoo in Protivin / Tschecische Republik. Leipzig plant eben statt Ganges-Gavialen mit Tomistoma, aber die sind noch schwerer zu bekommen und so könnte es möglich sein, dass auf Gaviale ausgewichen werden muss.

Websites hierzu: http://www.gharial.org
http://www.tomistoma.org
@crocman1111 Das hört sich ganz nach dem Rödelheimer Crocodile Dundee an.


K.D.
@Crocman1111
Was hat es denn für einen Grund, dass Tomistomas schwerer zu bekommen sind, ist ihre Nachzucht komplizierter??
Der Zoo Leipzig hat bereits Kontakt zu einer Zuchtfarm in Thailand aufgenommen, woher man 2010 Tiere beziehen möchte.
Ich wäre allerdings auch nicht traurig, wenn Ganges-Gaviale 2010 kommen würden...
Ich weiss, JohannesS, ich war dabei und ein bisschen beteiligt....
Ja, die Nachzucht ist deutlich komplizierter, begründet in der besonders scheuen und zurückhaltenden Verhaltensweise von Tomistoma, einem klassischen Bewohner dichter Torfsumpfwälder und entsprechend dunkler Gewässer. Diese "Sensibelchen" wollen Rückzugsmöglichkeiten, ausser Sicht von Besuchern und wenn möglich auch Artgenossen.

http://www.tomistoma.org

KD: Könntest recht haben, bloss Dundee passt mir nicht so....
Was meinen Sie damit, "Ich war dabei und ein bisschen beteiligt"?

Sind Sie der Panzerechsenmarkler??? lach
Nö, aber ich kenne die Farmen dort seit vielen Jahren ( natürlich auch die handelnden Personen) und ausserdem fand alles anlässlich eines internationalen Tomistoma - Workshops statt.
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