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Normale Version: Königspinguine in der Willhelma und anderswo
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Zitat:Die Tage der Königspinguine sind gezählt

Die Wilhelma wird die Haltung von Königspinguinen beenden. Die letzten vier Exemplare bleiben jedoch "bis ans Ende ihrer Tage".
Sie zählen zu den Lieblingen in der Stuttgarter Wilhelma: die Königspinguine. Die Zoobesucher finden die Vögel äußerst sympathisch. Man sieht ihnen gerne zu, wenn sie aufrecht wie Menschen auf zwei Beinen gehen und sich clownhaft unbeholfen bewegen. Das Gefieder erinnert an einen Frack. Königspinguine wirken besonders edel mit ihrer typischen orangenen Färbung an Hals, Ohren und Schnabel. Daher der Name. Die Tage der Königspinguine in dem zoologisch-botanischen Garten sind allerdings gezählt. Der Zoo lässt die Haltung auslaufen, vor allem, weil die Anlage nicht mehr zeitgemäß ist. Ein anderer Grund ist das mitteleuropäische Klima, das immer wärmer wird. Das macht den Großvögeln, die von subantarktischen Inseln stammen, zu schaffen. Im Sommer halten sie sich meist in der Klimakammer auf und gehen nur nachts raus ins Freigehege. Vier Exemplare besitzt die Wilhelma noch. Lauter ältere Herrschaften. Sie müssen freilich keinen Umzug befürchten. Wilhelma-Zoologin Isabel Koch: "Sie haben Bleiberecht bis zum Lebensende." Doch das Ende ist absehbar. 36 Jahre schon haben die Königspinguine auf dem Buckel. In der Natur, wo ihnen allerdings im Wasser Schwertwale und Seeleoparden nachstellen, werden sie kaum älter als 20 Jahre. Im Zoo freilich sind 40 Jahre möglich. Sollte es die Königspinguine nicht mehr geben, so werden die Besucher dennoch Pinguine zu Gesicht bekommen. Die Wilhelma verfügt über eine große Schar von Brillenpinguinen. Und diese kleinere Gattung hat Zukunft in der Wilhelma. Schon deswegen, weil sich die kleineren Pinguine mit dem mitteleuropäischen Klima leichter tun. Die Brillenpinguine sind die am weitesten nördlich lebenden Pinguine - sie stammen aus Südafrika. Wie wohl sich die 40 Frackträger in der Wilhelma fühlen, zeigt ihre große Lust zur Fortpflanzung. Die Pinguine brüten jährlich mehrere Küken aus. "Wir müssen immer wieder welche abgeben, sonst wird der Bestand zu groß", sagt Isabel Koch. Das verschwundene Küken "Babe" ist noch immer nicht aufgetaucht, vermutlich wurde es entführt. Diese Art der Bestandsverringerung erfüllt die Zoo-Mitarbeiter mit Zorn.

Quelle: hnp-online.de
Mit dieser Aufgabe erlischt eine weitere Königspinguinhaltung, die durchaus Zuchterfolge hatte. Ich finde dies vor allem deshalb problematisch, weil in der angeblich zeitgemäßen Anlage in Berlin noch keine Nachzuchten erzielt wurden und auch der zweite erfolgreiche Halter in Wuppertal neu baut.
Ich glaube, das der Hauptgrung von dem geplanten Haltungsende die Unmöglichkeit neue junge Pinguine aus anderen Zoos zu bekommen ist. Die europäische Population von Königspinguinen schrumpft seit Jahren, weil die Nachzuchten zu wenige sind.

Aus diesem Sicht sehe ich eher problematisch, das - wenn man sich schon entschieden hat, das Haltung zu beenden, - das man an den Vögel sitzen bleiben will. Auch wenn sie vielleicht zu alt für den Zucht sind, könnten sie in andere Gruppe für den besseren Kolonie-Fühling sorgen, würde ich sagen.

Ich glaube mich zu errinnern, das in den Linien für Humboltpinguine-Haltung steht, das man mindestens 3 Paaren halten muss. Ich könnte mich vorstellen, das die "psychische-Wellness" von den verbliebenen Mohykanen mit dem zukünftig sinkenen Zahl in der Mini-Kolonie in der Wilhelma nicht besser wird, eher umgekehrt. Wenn man sich schon in Zoos für Umzüge von alten alleinlebenden Elefantenkühen entscheidet (trotz den Risiken, die bei solchen älteren Tieren mit Trasport und Gewöhnung an neue Plätze, verbunden sind), könnte man dieses vielleicht auch den "weniger profilierten" Tierarten, die in der Natur in riesigen Gruppen leben, gönnen.

Vileleicht sprechen gegen dem Umzug wichtige Gründe, die ich nicht kenne, aber weil diese Art nur ESB hat, liegt das Entscheidung am Zoo selbst. Bin gespannt, wie es weiter geht.
In Deutschland käme vor allem der Zoo Berlin als Königspinguinabnehmer in Frage, wenn der die Technik im Haus im Griff hat. Wuppertal baut derzeit neu, da muß man auf die Erprobung der Technik und die Lösung allfälliger Probleme noch etwas warten. In beiden Fällen wird bzw. wurde ein Altbau, in dem viele Zuchterfolge gelangen, beseitigt. Die stuttgarter Anlage war eine Nachfolgerin des kölner Modells, das die Tiere in einer Klimakammer untebrachte und diese durch ein Freilandwasserbecken ergänzte.
kann das nicht auch an der malaria liegen, dass die pinguine nicht einfach so in einen anderen bestand abgegeben werden können
IP66 schrieb:In Deutschland käme vor allem der Zoo Berlin als Königspinguinabnehmer in Frage, wenn der die Technik im Haus im Griff hat. Wuppertal baut derzeit neu, da muß man auf die Erprobung der Technik und die Lösung allfälliger Probleme noch etwas warten. In beiden Fällen wird bzw. wurde ein Altbau, in dem viele Zuchterfolge gelangen, beseitigt. Die stuttgarter Anlage war eine Nachfolgerin des kölner Modells, das die Tiere in einer Klimakammer untebrachte und diese durch ein Freilandwasserbecken ergänzte.

Ach wie schrecklich...

Schon wieder so ein dilettantisch-verbrecherischer Zooverantwortlicher am Werke, der noch nicht kapiert hat, das sein erstes Ziel gefälligst zu sein hat, darum zu wachen, daß in seinem Einflußbereich nicht auch nur das kleinste bauliche Detail verändert werden darf und das Wohl der Tiere erst unter ferner liefen zu behandeln ist.

Jeder aufrechte Zoofreund sollte eigentlich ob diesem Frevel den Zoo zukünftig meiden und es sollte endlich mal jemand a la Albrecht rigoros dagegen vorgehen und jedes dieser Verbrechen konsequent zur Anzeige bringen...
Auch wenn die alten Anlagen sicher nicht die tollsten waren, wäre es schon interessant, was sie dort, nicht aber in den Neubauten zur Nachzucht bewegten. Vieleicht liegt es bei solchen Kolonievögeln wirklich an der drangvollen Enge der alten Anlagen.
Das sollte man ja relativ einfach feststellen können, indem man ggf. einen Teil der neuen Anlagen absperrt und damit künstliche Enge herstellt.

Oder einfach genug Tiere hält, um die Enge zu erzeugen (wäre in dem Zusammenhang auch interessant, ob die 140 Gelsenkirchener Königspinguine, die im Flußpferdaussengehege "gestapelt" waren, gebrütet haben, g, vermutlich aber nicht, da sie nicht lange genug im Zoo waren), in diesem Sinne wäre eine Stuttgarter Abgabe ja dann erst recht zu begrüßen...
Ich denke, daß im Falle der Königspinguinhaltungen eher wechselnde Moden die Neubauten verursachen, nicht zoologische Erkenntnisse. Ich halte es für problematisch, daß man die erfolgreichen Gehege abreißt, bevor die neuen hinreichend erprobt sind. Weder in Berlin noch in Wuppertal besteht die Möglichkeit, die Tiere wieder in den Altbau zurückzusetzen, um die Zucht in Gang zu halten. Ob es an der Größe liegt, an den Klimaanlagen - jene in Berlin funktionierte in den ersten Jahren sehr unzuverlässig - dergleichen kann nicht wissenschaftlich erprobt werden, weil die Zooleitungen die Vergleichsanlagen planmäßig beseitigen. Ein solches Verhalten steht meines Erachtens im Widerspruch zu den so häufig propagierten Grundsätzen von der artgerechten Gehegegestaltung und dem Wunsch, die Tierbestände planmäßig und langfristig aus sich selbst zu erhalten.
Gehört zwar nicht hierher, aber zu den Königspinguinen: In Wien gab es Ende letzten Jahres in der neuen "Klimalandschaft" ein Kücken! Diese Anlage ist ähnlich der in Berlin gestaltet!
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