Falls man nicht in der Lage ist, aus langjähriger Haltung von Königspinguinen Schlüsse zu ziehen und dementsprechend eine neue, zeitgemäße Anlage zu bauen, ist das aber ganz schön traurig...
Ach so, nur noch mal zu den Stuttgarter Königspinguin-Zuchterfolgen... Im Jahr 1971 schlüpfte in der Wilhelma der erste Königspinguin, dem bis heute 11 Jungvögel folgten (Quelle : Wilhelma-Führer 2007 / 2008), also gab es schon eine erfolgreiche Zucht...
Ich meinte mich auch zu erinnern, vor langen Jahren einen cannstatter Jungvogel gesehen zu haben, war mir aber nicht sicher. Selbst in dem sehr frugalen Klimaschrank in Duisburg gab es Königspinguinnachwuchs, demnach scheinen die Klimakammern keine so erfolglose Haltungsmethode gewesen zu sein.
Wie oft denn noch? Auch Nerz-Farmen sind nach Ihrer Definition, IP66, erfolgreich. Und waren und sind und bleiben trotzdem tierquälerisch!!! Nachwuchs ist keine Meßlatte für Erfolg!
IP66 schrieb:Ich meinte mich auch zu erinnern, vor langen Jahren einen cannstatter Jungvogel gesehen zu haben, war mir aber nicht sicher. Selbst in dem sehr frugalen Klimaschrank in Duisburg gab es Königspinguinnachwuchs, demnach scheinen die Klimakammern keine so erfolglose Haltungsmethode gewesen zu sein.
Stimmt, Konzentrationslager waren auch gar nicht schlimm, denn dort haben Menschen ja schließlich auch Kinder zur Welt gebracht.
Vorsicht mit dem Zynismus, das kann ganz schnell nach hinten losgehen. Zoos mit KZs zu vergleichen geht einfach zu weit......
So richtig glücklich war ich mit den Klimaschränken für Pinguine eigentlich nie - vor allem dann nicht, wenn sie, wie Köln oder Stuttgart, im Innenraum über keinerlei Wasserbecken verfügten (jenes in Köln wurde kurz nach der Eröffnung beseitigt), da mir die Wasservogelhaltung ohne Wasser doch ein wenig gar zu minimalistisch erschien. Sie bedeuteten dennoch eine Art Haltungsfortschritt, standen die Arten doch bis dahin in kaum größeren nicht gekühlten Anlagen. Insofern dürften die vielen alten Tiere und ein Großteil der Zuchterfolge schon auf diese neue Haltungsform zurückzuführen sein. Duisburg und Wuppertal verfügten immerhin über benutzbare Wasserbecken, Frankfurt und München sogar über recht geräumige - darin könnte man einen weiteren Fortschritt sehen. Für den bergischen Zoo hätte ich mir gewünscht, daß man die alte Anlage zumindest so lange bestehen läßt, bis es in der neuen Zuchterfolge gibt. Immerhin gibt es jetzt, nach Berlin, den zweiten deutschen Neubauversuch mit einer eigenen Struktur, der dazu führen könnte, daß der ein oder andere Zoo sich eine neue Anlage wünscht. Dabei unterscheiden sich die beiden jüngsten Anlagen von ihren Vorgängern ja weniger im Ansatz als in der Dimension und im Ausbau einer imitatorisch verstandenen Naturkulisse. Insofern sehe ich Chancen, daß uns die publikumswirksame Art Königspinguin doch noch erhalten bleibt.
JohannesS schrieb:Vorsicht mit dem Zynismus, das kann ganz schnell nach hinten losgehen. Zoos mit KZs zu vergleichen geht einfach zu weit......
Das würde ich auch nicht tun, ich heiße ja nicht Albrecht, aber nach der oben aufgestellten Behauptung, daß Nachwuchs eine nicht erfolglose Unterbringung/Haltungsmethode bedeutet, kann man das auch auf diesen Bereich ausdehnen...
Der Beitrag sollte mehr zum Nachdenken anregen...
Das denke ich nicht, manche Sachen sollte man einfach zu Vergleichen nicht hinzuziehen, egal, ob eine Behauptung jeglicher Logik oder gutem Menschenverstand entbeert oder nicht.
Ich bin auch kein Freund steriler Tierhaltung, doch denke ich, dass man auch anders argumentieren kann.....