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Normale Version: Neues Delphinarium in Deutschland
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Zitat:Auf Rügen soll Deutschlands fünftes Delfinarium entstehen

Glowe (ddp-nrd). Leer und verlassen ist das Gelände der ehemaligen Küstenfunkstelle Rügen Radio in Glowe. Seit am 25. Januar 1997 auf Rügen der letzte wachhabende Funker den Sender abschaltete und den Dienst an Norddeich Radio übergab, liegt die 17 Hektar große Immobilie in bester Strandlage brach.
Geht es nach dem Willen der Glower Gemeindevertreter, dann soll sich das im kommenden Jahr ändern. Ein Investor hat angekündigt, dort für 76,4 Millionen Euro Deutschlands fünftes Delfinarium zu errichten, inklusive eines Hotelkomplexes mit insgesamt bis zu 260 neuen Jobs.
Das Projekt hat im «Jahr des Delfins 2007» für viel Aufregung auf Rügen gesorgt. Denn während vor allem viele Einheimische eine zügige Entscheidung zugunsten der Delfin-Schau fordern, lässt sich das Land Zeit mit der Genehmigung des im Sommer 2005 gestellten Antrags. Offiziell heißt es im Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern, es fehlten noch baurechtliche Unterlagen und Investitionspläne. Zugleich jedoch wächst der Druck von Tierschützern, Politikern und Wissenschaftlern, dem Vorhaben die Zustimmung zu verweigern.
In einem 16-seitigen Gutachten hat sich der wissenschaftliche Beirat des Stralsunder Meeresmuseums gegen jedwede Haltung von Delfinen ausgesprochen. Marine Säugetiere könnten nicht artgerecht gehalten werden, sagt dessen stellvertretender Vorsitzender Hennig von Nordheim. Das Delfinarium würde weder dem Raumbedarf der Tiere noch den Anforderungen an Wasserqualität und Nahrungsbedarf entsprechen. Zudem sei unklar, woher angesichts strikter Fangverbote die Tiere eigentlich kommen sollten.
Investor Berthold Blatecki hält dem entgegen, dass Landkreis, Tourismusverband und sogar das Staatliche Amt für Umwelt und Natur (StAUN) in Stralsund sein Projekt befürworteten. Er wirbt dafür, dass in Glowe Deutschlands führendes Zentrum für tiergestützte Therapie entstehen soll und zwar mit Angeboten, die preislich deutlich unter den derzeit üblichen Kosten von bis zu 10 000 Euro liegen würden.
Die Delfintherapie sei doch nichts anderes als ein vorgeschobenes Argument für ein möglichst lukratives Geschäft mit Tiershows, sagt dagegen Undine Kurth, Bundestagsabgeordnete der Grünen. Nachdem in Deutschland auf Druck der Öffentlichkeit bereits fünf von ehemals neun Delfinarien geschlossen wurden, sei völlig unverständlich, dass nun im Osten erneut ein solches Projekt durchgepeitscht werden solle. Zudem gebe es bislang keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass die sehr teuren Delfintherapien besser seien als andere Tiertherapien - zum Beispiel mit Wasserrettungshunden. Ihre Fraktion werde daher im Bundestag einen Förderantrag für die Erforschung tiergestützter Therapien stellen.
Kritiker sehen zudem die Gefahr eines Imageschadens für die Tourismusregion, sollten in Glowe, wie in diesem Jahr im Nürnberger Zoo geschehen, Delfine sterben. In einer Urlauberumfrage vor einem Jahr hatten sich immerhin 85 Prozent der Touristen gegen das Delfinarium ausgesprochen. Und skeptisch sind auch Vermieter von Ferienwohnungen im Ort, die in dem neuen Hotelkomplex unliebsame Konkurrenz sehen.
(ddp)

Quelle
Auf der einen Seite finde ich die Idee gar nicht so schlecht. Ein brachliegendes Gelände neu zu nutzen. Was mir aber nicht so passt ist die Nutzung als reines Delphinarium. Eine ähnliche Nutzung wie Hardewijk würd ich für besser finden. Mit der unmittelbaren Lage direkt zum Meer könnte ich mir auch eine Rückkehr von Belugas ganz gut vorstellen.
Wenn aber selbst ökosozialistische Damen, die Undine heißen, keine Delphine in ihrer Nähe sehen wollen, könnte es schwierig werden. Mir scheint jedenfalls eine privat finanzierte Delphinvorführung problematisch: Eine Beteiligung von Landkreis oder Land würde die Stetigkeit der Finanzierung ebenso fördern wie die Beseitigung der Widerstände.
Ich glaube zwar nicht, dass Delfinterapie besser hilft als eine ähnliche mit Pferden, jedoch begrüße ich einen großzügigen Neubau, gerade bei der aktuellen Nachzuchtrate in Duisburg Smile
Das war´s dann wohl... Und auch Nürnberg kann da Probleme bekommen:

Zitat:Delfintherapie in Delfinarien verboten

(prcenter.de) Auf intensive Intervention des Wal- und Delfinschutz-Forums (WDSF), dass die Delfintherapie mit diesen Wildtieren nicht durchgeführt werden darf, teilte nun das Bundesumweltministerium (BUM) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) auf Anfrage der Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert mit, dass eine kommerzielle Nutzung von Delfinen für die Delfintherapie nicht erlaubt ist.

Rawert hatte sich bereits auf der öffentlichen Kundgebung des WDSF im Mai in Berlin am Brandenburger Tor im Namen der Regierungskoalition von der Delfintherapie und dem beabsichtigten Aus- bzw. Neubau der Delfinarien in Nürnberg und auf Rügen distanziert.

Laut BMU und BfN würde eine nachträgliche kommerzielle Nutzung von zu nicht-kommerziellen Zwecken in die EU eingeführten Delfinen im Ergebnis das „Einziehen der Tiere“ und somit möglicherweise die Schließung des Delfinariums nach sich ziehen. Die Delfintherapie wird von der Bundesregierung als kommerziell eingestuft und daher auch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Der Bundesfinanzhof hat die steuerliche Absetzbarkeit von Kosten für eine Delfintherapie abgelehnt.

Der WDSF-Vorsitzende Jürgen Ortmüller: „Damit ist die beabsichtigte Delfintherapie im Delfinarien Nürnberg mit den Wildtieren gestorben, zumal dort in den letzten zehn Jahren keine Nachzucht funktioniert hat. Der Neubau der sog. „Delfin-Lagune“ für 24 Mill. Euro ist damit ebenfalls in Frage gestellt. Rügen wird seine Pläne für einen großen Delfinpark mit Delfintherapie ebenfalls einmotten müssen – und die ansässige Tourismusbranche wird es wegen der befürchteten Konkurrenz danken.“

Auch auf Druck der Tierschützer und des WDSF wird der Heide-Park Soltau in diesem Jahr seine Delfin-Show schließen. „Delfine können in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden“, meint der neue Eigentümer Merlin Entertainments. Das WDSF fordert die vollständige Schließung der von ursprünglich neun in Deutschland noch verbleibenden drei Delfinarien in Nürnberg, Münster und Duisburg. Das Delfinarium im Allwetterzoo Münster steht z.Zt. intensiv in der Kritik der Wal- und Delfinschützer (s. http://www.echo-muenster.de/node/34264). --

Quelle
Nürnberg bekommt keine Probleme! - Es gibt 1. eine Ausnahmeregelung und 2. wird die Delfintherapie in Nürnberg nicht wirtschaftlich, sondern quasi Vereinsbasiert betrieben...

Man darf nicht alles für bare Münze nehmen, was "Tierschützer" behaupten!
Ich frage mich auch, auf Grundlage welchen Bundesgesetzes (!) die kommerzielle Nutzung von Delphinen gerichtsfest verboten werden könnte. Immerhin darf man zu kommerziellen Zwecken Wildtiere schießen, Haustiere reiten und beide Tiergruppen ausstellen. Ich denke, daß die entsprechende Pressemeldung versucht, Fragwürdigkeiten bei der Bezuschussung der Delphintherapie zu einem Verbot der Walhaltung hochzustilisieren, da dies nun einmal bei manchen Vereinen zu den existenzbegründenden Dogmata zählt.
genau das...!
In allem was ich gelesen habe ging es immer um das finanzielle und nie um die Tiere als solche. Auch ist nur von "einem" Delphinarium die Rede, weder von einem besonders großem, noch von einer Delhinlagune.

Darum bin ich gegen das Projekt, es sei denn man baut mindestens in der Duisburger Größe (naja) - oder noch viel besser eine Delhinlagune.
Ich kopiere mal einen Text dazu den ich vor 5 Tagen aus einem Rundmailer bekommen habe hier rein.


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Pressemitteilung vom 17. Juni 2008

Delfintherapie in Nürnberg und auf Rügen gestorben –

Delfinarium-Schließung gefordert

Auf intensive Intervention des Wal- und Delfinschutz-Forums (WDSF) und
des engagierten Delfinschützers Andreas Morlok, dass die Delfintherapie mit
diesen Wildtieren nicht durchgeführt werden darf, teilte nun das
Bundesumweltministerium (BUM) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN)
auf Anfrage der Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert mit, dass eine
kommerzielle Nutzung von Delfinen für die Delfintherapie nicht erlaubt ist.

Rawert hatte sich bereits auf der öffentlichen Kundgebung des WDSF im
Mai in Berlin am Brandenburger Tor im Namen der Regierungskoalition von
der Delfintherapie und dem beabsichtigten Aus- bzw. Neubau der
Delfinarien in Nürnberg und auf Rügen distanziert.

Laut BMU und BfN würde eine nachträgliche kommerzielle Nutzung von zu
nicht-kommerziellen Zwecken in die EU eingeführten Delfinen im Ergebnis
das „Einziehen der Tiere“ und somit möglicherweise die Schließung des
Delfinariums nach sich ziehen. Die Delfintherapie wird von der
Bundesregierung als kommerziell eingestuft und daher auch nicht von den
gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Der Bundesfinanzhof hat die
steuerliche Absetzbarkeit von Kosten für eine Delfintherapie abgelehnt.

Der WDSF-Vorsitzende Jürgen Ortmüller: „Damit ist die beabsichtigte
Delfintherapie im Delfinarien Nürnberg mit den Wildtieren gestorben, zumal
dort in den letzten zehn Jahren keine Nachzucht funktioniert hat. Der
Neubau der sog. „Delfin-Lagune“ für 24 Mill. Euro ist damit ebenfalls in Frage
gestellt. Rügen wird seine Pläne für einen großen Delfinpark mit
Delfintherapie ebenfalls einmotten müssen – und die ansässige
Tourismusbranche wird es wegen der befürchteten Konkurrenz danken.“

Auch auf Druck der Tierschützer und des WDSF wird der Heide-Park Soltau
in diesem Jahr seine Delfin-Show schließen. „Delfine können in
Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden“, meint der neue
Eigentümer Merlin Entertainments. Das WDSF fordert die vollständige
Schließung der von ursprünglich neun in Deutschland noch verbleibenden
drei Delfinarien in Nürnberg, Münster und Duisburg. Das Delfinarium im
Allwetterzoo Münster steht z.Zt. intensiv in der Kritik der Wal- und
Delfinschützer (s. http://www.echo-muenster.de/node/34264). --
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