Auch wenn dies nichts mehr mit dem Ausgangsthema zu tun hat, möchte ich hier etwas entgegnen: Die Anlage der Mindorokrokodile in Köln ist hochmodern, für die kleinen Tiere vollkommen ausreichend (auch vor den Haltungsrichtlinien, nehme ich an) und bietet sehr gute Pflegebedingungen. Allein ihre Optik ist nicht wirklich besuchertauglich: Fliesen, Gitter, rechte Winkel.
Zur tschechischen Flamingovoliere: Ich nehme an, dass sie keiner Schneelast ausgesetzt wird und, wie dem Bild zu entnehmen ist, auch nicht die Gefahr herabfallender Äste besteht? Vielleicht ist dadurch eine gewisse Kostenminderung möglich gewesen.
Man erzählte mir einmal, dass speziell bei Kranichen, Flamingos und anderen Vögeln, die einen gewissen Anlauf nehmen, um in den Flug zu kommen, die Volierenhaltung gefärhlich sein könnte, da das Ende der Voliere schnell erreicht ist, der Vogel aber mitunter nicht ausreichend schnell steuern könne. Gibt es hierzu Erfahrungswerte?
Bei Kranichen spielt sehr wohl der Flügelzusatnd eine grosse Rolle. Männchen haben beim Treten Schwierigkeiten zu balancieren, wenn sie kupiert sind. Dadurch ist künstliche Befruchtung oftmals notwendig.
Hat vielleicht einer ein Bild von einem aufgebaumten Flamingo, da hier ja immer nach Bäumen gefragt wird, ich glaub nicht, das ich so was schon mal gesehen habe, weder live noch im Fernsehen...
Einen Flamingo auf Baum habe ich noch nie gesehen, wenn also jemand solchen Bild besitzt oder einen Link weiss, bin auch ich daran interessiert!
Die Flamingovoliere in DK muss keine fallende Äste befürchten (wäre ja blöd, wenn man solche Gefahr auch bei "klassische" Haltungweisse nicht sofort beseitigt hätte). Dagegen von Schnee hat man in Dvur sehr viel, der Zoo liegt ja an den Füssen von Bergen. Das die Voliere kein sensationelle architektonische Schatz ist, ist klar, doch bisher diente sie gut.
(ein Ilustration-Bild von nem Bekannten)
Bisherige Erfahrungen mit diese Voliere in Dvur sagen, das 1 Opfer gab. Ein Jungvögel im 3-4 Lebensmonat hat sich tödlich Verletzt nach Aufprall an den zentralen Pfeil, der das Netz trägt. Andere heimische Zoos, die die Flamingos in Voliere halten, also Ohrada und Olomouc, haben keinen entsprechenden Artikel zu diesem Thema veröffentlicht (oder habe ich kein gefunden). Doch die Sterberaten da sind laut deren Jahresberichten die gleiche oder sogar niedriger, als in anderen Zoos, wo man die Vögel "klassisch" also kupiert hält. Zb Ohrada, wo die Flamingokolonie über 80 Köpfen zählt, hat nur 1 Vogel in 2 Jahren verlohren, leider kenne ich nicht die Todesursache in diesem Fall. Aber auf richtige Resultate müsste man so 5-10 Jahre warten, keine von den von mir genannten Volieren steht länger als 3 Jahre.
Völlig richtig.
Mit der Erwähnung geringer Schneelast wollte ich nicht eine geringe Schneemenge in Dvur Kralove heraufbeschwören, sondern darauf ansprechen, dass ein Großteil der Last (hoffentlich) durch die Maschen fallen wird.
Hässlich finde ich die Voliere übrigens garnicht, im Gegenteil: Sie lenkt nicht vom Wesentlichen, den Tieren, ab.
Ich finde die Voliere ästhetisch auch recht ansprechend - sicherlich gibt es sehr spannende, als Skulpturen aufzufassende Großkäfige für Vögel, doch dergleichen braucht Raum und ist meist schwer zu besetzen. Wenn man dagegen Zooteiche, womöglich solche historischer Natur, überdecken will, ist das in Hinblick auf die Parkwirkung immer problematisch, und da ist eine Lösung, die man kaum sieht, sicher sehr nützlich.
Historisch interessant ist, daß man eigentlich seit dem 18. Jahrhundert mit Großvolieren experimentiert hat, aber immer wieder, gerade zu Zuchtzwecken oder bei wertvollen Exemplaren, zu Kleinkäfigen zurückgekehrt ist. Ich habe mir das immer so erklärt, daß die Besucher dicht mit verschiedenen Arten und vielen Exemplaren besetzte Großanlagen schätzen, während die Vorgelhalter zumindest ihre wichtigen Tiere gerne als Brupaar in einer kleinen Voliere sicher verwahrt wissen.
@Jana, aus dem Tierpark Berlin werden/wurden 2 Syrische Tigeriltisse abgegeben. Kann es sein, daß sie (es müßten 1,1 sein) nach Plzen gekommen sind/kommen?
Der Abgabezeitpunkt ist mir unbekannt, weil sie noch eine zeitlang hinter den Kulissen gehalten werden/wurden.
In Plzen leben seit diesem Jahr (Frühsommer) zwei Syrische Tigeriltisse. Herkunftort kenne ich nicht, doch sind es zwei Mänchen und kein Paar.
Der Beweiss - am 28.6.2008 im afrikanischen Nachttierhaus in erste Anlage links gesehen.
![[Bild: Vormela.jpg]](http://zoo.oook.cz/zoo_plzen_5/Vormela.jpg)
Danke für die schnelle Antwort mit Foto

. Das sind dann wohl 2 andere. Ich glaube, die beiden aus Berlin gehen nach Cz, deshalb die Vermutung.
Zoonachrichten
Dvur Kralove - das Gorilla-Weibchen Minouche wurde leider letzte Woche eingeschläfert. Sie hat in letzten Jahren mit Krebs gekämpft, aber trotz Operation und viele Medikamenten hat sich ihr Zustand zuletzt sehr verschlechtert. Das Okapi-Jugtier heisst Ewango/Evango (ich habe beide Schreibweissen gesehen).
Ostrava - die Stadt Ostrava wird dem Zoo ein Teil des Geldes, das sie aus EU-Fonden in nächsten Jahren (bis 2013) nehmen können, überlassen. Genannt war Renovation vom Affenhaus, Überbau von altem marodem Wasservogelhaus ins Schimpansenhaus (Kapazität ca 10 Stück), und ein neues "Safari"-Teil. Auf ca 5,5ha soll Gehege für asiatische Huftiere enstehen (Hirsche, Wildesel, Schraubenziege, Damhirsch), und Besucher werden mit einem Zoowagen durchgefahren (warscheinlich ähnlich wie zB in Chomutov). Für Kragenbären+Hulman-Anlage reicht das EU-Geld nicht, doch für diesen Bau wird Stadt in eigene Mittel greifen.
Es sieht so aus, das es dem Zoodirektor gelungen ist, Stolz auf eigenen Zoo beim Stadtregierung zu wäcken.
