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Normale Version: Zoonews aus Tschechoslowakei (Part II)
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Ich selbst hoffe sehr, das es mit der Junggesellengruppe in Apenheul klappen wird. Weil im anderem Fall steht man vor der Frage - was soll man mit all den Jungs in Europa machen, wenn sie nicht dauerhaft in solchen Gruppen zu halten sind? Kastrieren oder einschläfern? Zum Beispiel Bratislava hat auch versprochen (da baut man gerade brand neuen Menschenaffenhaus), eine Orang-Junggesellegruppe zu unterbringen, und vorläufig kommen da auch die beide prager Teenes nächste Jahr. Wenn es nicht klappt, was sollen die Zoos machen? Vielleicht wieder zurück zu Paarhaltung zu kommen, dann wären gar keine überzählige Männer da.

Nachrichten aus CZ:
Plzen - gestern Abend hat es im Dach von Tropen-Pavilion gebrannt. Zum Glück hat die Feuerwehr sehr schnell den Brand gelöscht, und kein Tier oder Mensch wurde verletzt. Beschädigt ist eine Fläche von ungefähr 10x10m, der Grund war warscheinlich Elektroinstalation. Der Haus wurde vor 50 Jahren in eine Aktion Z gebaut, das heisst aus geschenktem Material von "freiwillig-arbeiterdern" Bürgern, was nicht für grosse Bau-Qualität spricht.

Prag - letzte Freitag wurde ein Giraffen-Bulle geboren. Eltern sind Simon (der weissmähnige Altbulle) und Kasunga. Ist schon Schade, das das Jungtier schon wieder mänlich ist, eine Kuh könnte hier als erwachsene bleiben.

Liberec - die kleine Flamingo-Gruppe (Europäier + Kubaner) nistet und das erste diesjährige Küke bei Rosaflamingos ist geschlüpft. Ha, vielleicht entsteht hier ein weitere regelmässige Züchter?

Übrigens haben schon fast alle tschechische Zoos den 07 Jahresbericht online (mit Ausnahme von Prag, Ohrada, Zlin und Dvur).
Wie schützt man die tschechischen Flamingobruten eigentlich vor Möwen - die bilden hier am Rhein das größte Problem?
In Sachen Orang-Utan-Haltung vertrete ich die Ansicht, daß man über kurz oder lang zur Haltung von kleineren Gruppen zurückkehren muß - dadurch werden die Gehege preiswerter und man kann mehr männliche Tiere unterbringen. Während bei mancher anderen Art eine solche Lösung zu dem Freileben der Art fernen Lösungen führt, dürften die Orangs hierdurch auch "artgerechter" gehalten werden.
Eigentlich leben hier keine grosse, agressive Möwenarten, die für die brütende Flamingos gefährlich sein könnten. (Welche Möwenarten machen in Köln so grosse Probleme?) Die heimische Schädlinge sind eher Ratten, Marder, Fuchs usw, und da hilft meistens ein Zaun der zusätlich mit E-Draht gesichert ist.
Jana schrieb:Welche Möwenarten machen in Köln so grosse Probleme?

Ich glaube das größte Problem ist das Möven schneller fressen wie die Flamingos lach lach lach

K.D.
In Brünn gibt es derzeit zwei Eisbärenbabys zu sehen, aktueller Bericht der Nürnberger Zeitung:

Zitat:Eisbären-Nachwuchs im Doppelpack

Einen wahren Geburtenboom scheint es derzeit unter den Eisbären zu geben. Nach Knut, Wilbär und Flocke können sich nun auch die Tschechen über tierischen Nachwuchs freuen: Die zwei Monate alten Zwillinge Tom und Bill sind in Brünn zu bewundern, wo sie - im Gegensatz zu Flocke - ohne Hilfe von Pflegern von ihrer Bärenmama liebevoll versorgt werden. «Der Brünner Zoo ist zwar kleiner als der Nürnberger Tiergarten, hat aber ein sehr ruhiges und großes Eisbären-Gehege, in dem Tom und Bill nach Herzenslust toben und spielen können», berichtet unser Leser Petr Rada (80), der uns einen Ausschnitt aus der tschechischen Zeitung MF Dnes zugeschickt hat

Quelle mit Foto:
http://www.nn-online.de/bild.asp?bild=37...n=3&kat=10
Naja, sooo aktuell ist es nicht. Die Eisbärenkinder sind schon eine ganze Weile zu sehen und sind bereits etwas über ein halbes Jahr alt. Aber mich freut es nachwie vot, dass ein Tschechischer Zoo es geschafft hat im Hype von Knut und co eine Naturzucht von vorn herein anzustreben.

Jana hat es bereits im Fotothread sehr schön dokumentiert.
In Sachen Möwen: Böhmen liegt eben nicht am Meer, auch wenn Shakespeare da anderer Meinung war. Bei uns gibt es Lach- und Silbermöwen, dazu auch Dohlen und Krähen, und sie alle scheinen großen Appetit auf Flamingoküken zu haben.
M@tze: Danke für den Link. Es ist schön einen Artikel über einen von den tsch. Zoos in deutsche Presse zu sehen, ist schon selten.

@IP66 Bis auf die Silbermöwen gibts hier in Tschechien die andere Arten in grossen Zahlen auch, und trotzdem wachsen die meisten Flamingoküken auf. Davon könnte man schliesen, die deutlich grössere Silbermöwen sind die gesuchten Übeltäter.

Noch zwei News:
Auch in Ostrava gibts ein mänliches Giraffen-Kalb. Der kleine Bulle wurde schon vor 2 Wochen geboren, Vater Kabu(ex Olomouc) und Mutter Croncita (es ist ihre achtes Kalb).

Prag - gestern hat das Prager Stadt-Verwaltung offiziell über das Zusammenlegung von Zoo und Botanische Garten entschieden (es waren also keine Gerüchte!). Es soll dazu nächste Jahr kommen. Man hofft auf Kosten-Reduzierung. Ein Personalaudit in BG hat empfohlen, 1/4 von den Arbeitern zu entlassen, inklusive einige Kuratoren. Auch für den Zoo ist solche Audit im Gang, Resultate für Zoo werden erst nächste Februar veröffentlicht. Ich kenne noch keine weitere Details, aber es wird echt interessant, wer von den 2 Direktoren gehen wird, und wie wird das zukunftige Entwicklung von beiden Organisationen aussehen. Die Mitarbeiter von BG sind alles andere als froh, Kommentare aus Zoo fehlen noch.
Vielen Dank für die Information zu den Möwen und Krähen. Es kann sein, daß in Köln einfach zu wenig Brutpaare brüten oder daß die zum Teil relativ alten Flamingos ihre Jungtiere zu zaghaft verteidigen. Schließlich verlassen sie gerne ihre Nester, wenn gefüttert, oder, worauf man großen Wert legt, der Rasen gemäht wird, und auch da ergibt sich eine Chance für allerlei Eierräuber.
Ich weiß nicht, ob Sie Wilhelma in Stuttgart kennen. Das ist eine orientalisierende Schloßanlage, in die die Württemberger, nachdem sie 1918 ihren König daraus entfernt hatten, einen botanischen Garten einrichteten. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde in den ziemlich mitgenommenen von Herrn Schöchle Schritt für Schritt und gegen mächtigen Widerstand ein Zoo eingebaut. Wenn Sie heute "Lockes" schöne Berichte über einen der artenreichsten Zoos Europas lesen, der zugleich einen sehr artenreichen botanischen Garten enthält, sehen sie die Wandlungen in Prag vielleicht in einer etwas langfristigeren Prespektive - wobei ich verstehe, daß es am Anfang, wie Stuttgart, sicherlich einige Probleme geben wird.
Die Wilhelma in Stuttgart kenne ich aus persönlichem Besuch leider noch nicht, aber die Bilder (ganz besonders die aus Magnolie-Blütenzeit von Locke) haben mir wirklich sehr gefallen.
Ich persönlich sehe das Vereinigung von Zoo und BG in Prag langfristig ehe als Vorteil. Nur wird die Art und Weisse vom Vereinigung-Prozess vor allen an dem neuem Direktor liegen. Wenn der jetzige Zoodirektor den Stuhl behält, dann kann ich den Angst von den BG-Mitarbeitern verstehen. Als er ins Zoo vor 10 Jahren kam, hat er in seinem ersten Jahr komplet alle Leute aus der Führungsetage rausgeschmissen, inklusive alle Tierkuratoren und Zoologen.
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