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Normale Version: Neue Tigeranlage für den Zoo Eberswalde
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Für den nördlich von Berlin gelegenden Zoo wird nun, nach der aufregendsten Löwenanlage auch ein neues Heim für die Tiger gebaut. Zur Zeit leben 2 Amurtiger im Zoo Eberswalde.

Zitat:Erster Hammerschlag für Tigeranlage

Von Michael Dietrich

Der Wald hinter dem Zoo Eberswalde ist von einer vier Meter tiefen Furche durchzogen. Im puren märkischen Sand ist ein 400 Meter langer Graben entstanden, der das künftige Tigergehege einschließt. Ganz ohne Zaun, nur vom zehn Meter breiten Graben gesichert werden dort im nächsten Jahr sibirische Tiger ihr neues Zuhause finden. Zoobesucher werden sie ohne störende, blickverstellende Zäune beobachten können. Dieses Tigergehege wird das größte und schönste in Europa, versprach Zoochef Bernd Hensch zur Grundsteinlegung am Freitag. Die Anlage werde nicht nur eine tolle neue Attraktion für die Besucher des Zoos sein, sondern auch dafür sorgen, dass sich die Tiere darin wohlfühlen. Sie bekommen ein unterirdisches Tigerhaus, einen Teich, einen Berg aus Findlingen und eine eiszeitlich gestaltete Landschaft.

Eingebettet wird das Gehege in eine eiszeitliche Gletscherlandschaft, deren Bau durch die EU gefördert wird. Vor der Tigeranlage wird ein Gletscherspielplatz errichtet. Dort sollen Kinder spielerisch lernen können, was Gletscher sind und wie die Eiszeit vor Tausenden Jahren unsere Landschaft mit Grundmoräne, Endmoräne, Sander und Urstromtal prägte. Von den Gletschern aus haben die Jüngsten dann den besten Blick auf die Tiger.

700 000 Euro soll der Bau offiziell kosten. Viele Eberswalder Geschäftsleute sorgen jedoch mit ihren unentgeldlichen Leistungen dafür, dass die Kosten nicht noch höher ausfallen. Bürgermeister Friedhelm Boginski freute sich zur Grundsteinlegung, dass der Neubau der Stadt zu einer weiteren Attraktion verhelfe und dass das gesamte Projekt der Stadt praktisch keinen einzigen Cent kostet. Er versicherte Bernd Hensch, dass der Zoo für die Stadt heilig sei.

Für die Tigeranlage sind ein umlaufender Besucherweg, der auch über das Tigerhaus führt, eine behindertengerechte Besucherplattform und ein Beobachtungsturm geplant. Durch eine Panzerglasscheibe wird man die Tiger auch beobachten können, wenn sie im 500 Quadratmeter großen Teich schwimmen. Zur Grundsteinlegung übergab der Förderverein des Zoos einen Spendenscheck über knapp 20 000 Euro. Der Konzern ExxonMobile, der an seinen Tankstellen mit dem Tiger im Tank wirbt, übergab als Unterstützung für den Zoo Einen Förderscheck über 10 000 Euro.

Eröffnen will der Zoo die neue Anlage Ostern 2008.



Samstag, 30. Juni 2007 (07:53)

Quelle: Märkische Oberzeitung

War zwar im letzten Jahr in Eberswalde, habe aber keine Anlagenfotos geschossen.
Ich fand die bisherige Anlage gar nicht so schlecht, aber die neue wird den Tieren sicherlich einen natürlicheren Lebensraum bieten.
Allerdings finde ich es schade, dass die Begrenzung ausschließlich durch einen Graben erfolgt, denn so sieht man die Tiere nur von weitem.
Bei meinem Besuch in Eberswalde lag ein Tiger direkt hinter der Scheibe der bestehenden Anlage, so dass man sehr nahe an ihn herankam.

Aber das neue Gehege wird keinesfalls das größte in Europa, denn manche Gehege in Safariparks sind bald so groß wie der ganze Eberswalder Zoo.
Braucht man denn unbedingt Gletscher zum Tiger? Vielleicht konnte man nur so die EU-Mittel aktivieren, aber ich weiß nicht, ob künstliche Eispyramiden in den eberswalder Waldzoo passen, der doch durch Übersichtlichkeit und einen gewissen Improvisationscharakter geprägt ist.
Ich glaube kaum, dass man für 700.000 Euro mit künstlichen Eispyramiden weit kommt und hoffe mal, dass man sich eher auf die Moränenlandschaft, die ja durchaus landschaftlich reizvoll werden könnte, konzentriert.
Kein Geld zu haben kann für einen Zoo manchmal ein großer Vorteil sein!
So schlecht ist die Idee einer neuen Anlage nicht. Nach meinen Erinnerungen fand ich an dieser Anlage die sehr niedrich war, so das es keine erhöhten Liegeplätze oder so gab.

Ein 10m breiter Graben soll ja vorerst nichts weiter heissen....so eine felsige Gletscherlandschaft bietet sich ja auch weitere Beobachtungspunkte zu errichten. So wie es schon in anderen Anlagen geschehen ist.
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