Zitat:Welterstnachzucht der Negros-Dolchstichtaube
Im Biodiversity Conservation Centre auf der Insel Negros schlüpften im April 2007 zwei Küken der Negros-Dolchstichtaube
Am 12. und 13. April dieses Jahres schlüpften im Biodiversity Conservation Centre (BCC) der Negros Forest and Ecological Foundation, Inc. (NFEFI), auf der Insel Negros zwei Küken der Negros-Dolchstichtaube (Gallicolumba keayi). Das war nicht nur die erste Nachzucht in Menschenobhut, sondern auch und vor allem ein ungeheuer wichtiger Schritt in Richtung der Erhaltung dieser von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als extrem gefährdet eingestuften Art.
Während die Taube im 19. Jahrhundert noch weit verbreitet war, ging seit den 1930er Jahren der Bestand sehr schnell zurück. Um 1980 war nur noch ein einziges Vorkommen auf Negros bekannt. Auch als Ende der 1990er Jahre zwei weitere kleinere Vorkommen auf der Nachbarinsel Panay entdeckt wurden (Curio u.a.), konnte keine Entwarnung gegeben werden, da die Vorkommen zum einen sehr weit voneinander entfernt und die jeweiligen Populationen zudem vermutlich sehr klein sind. Schätzungen des Gesamtbestandes schwanken zwischen (unter) 50 und (nicht über) 250 Tieren.
Die Negros-Dolchstichtaube gehört zur Gattung der Indopazifischen Erdtauben, einer der bedrohtesten Taubengattungen überhaupt. Die Dolchstichtauben, die ausschließlich auf dem philippinischen Archipel vorkommen, sind benannt nach dem allen Arten gemeinsamen blutroten Fleck auf der Brust (im Englischen heißen sie deshalb auch "Bleeding hearts"). Sämtliche fünf Dolchstichtaubenarten sind bodenbewohnende Waldbewohner, weshalb die nahezu vollständige Zerstörung ihres Habitats, der Tieflandregenwälder, auch die Hauptursache für ihren extremen Rückgang ist (auf Negros existieren heute wahrscheinlich nur noch 4 % der ursprünglichen Primärwälder, auf Panay 8 %).
Die ZGAP, die schon seit ihrer Gründung auf den Philippinen aktiv ist und diverse Schutzprojekte dort mitbegründet hat, war auch Mitinitiator der Gründung des BCC (1996) mitten im Biodiversitäts-Hotspot West-Visaya und unterstützt dessen Arbeit seitdem kontinuierlich.
Weitere Informationen zu den Dolchstichtauben finden Sie auf der Webseite der Stiftung Artenschutz (einer der Partnerorganisationen der ZGAP) unter http://www.stiftung-artenschutz.de
Quelle: William Oliver, übersetzt und bearbeitet von Guntram Meier
Quelle:
http://www.zgap.de/aktuell/taube.html (dort auch Bilder)
Ich hoffe fur mehr seltenes Taubes in Zoos!
Rund 50 Arte des kleineres Taubes sind in Natur sehr stark gefahdert. Viele leben nur in kleine oceanische Inseln wo sie will jedes Zeit gefahrdert aus Grund des sehr kleines Lebensraum.
Zu diese, nur drei Arte (Bartlett-Dolchstichtaube, Rosentaube und Soccoro-Taube) sind in Europeische Zoos zu finden. Zoos haben viele Tauben und bruten sie erfolgreich, aber da sind ubliche Arte. Ich glaube, Zoos soll kleine gruppe mindestens 20 Arte importieren und Zuchtprogramme starten.
Ich weiss nicht, warum das ist nicht finden. Vielleicht, das ist falsche Idee das jedes Art in Natur kann geschutzt werden - naturlich nicht treu, es gibt politisch instabil Lander, importierte Ratte und Raubtiere wo kann nicht kontroliert sein usw. Es wurde tragisch, wenn diese Tiere verschwunden.
Ich stimme dir da voll zu, diese sieben Arten (es kommen noch die drei gefährdeten Krontaubenarten und, falls noch vorhanden, die Hufeisen-Krontauben in Walsrode dazu) sind eindeutig zu wenig! Die Zoos müssen endlich wieder mehr Bereitschaft dazu zeigen, noch stärker als "Arche" für bedrohte Arten zu agieren und bei Vögeln und anderen Kleintieren kann nicht das Argument gelten, die Zoos hätten zu wenig Platz.
Im Gegensatz zu einer Elefanten- oder Nashornanlage passen ein Paar Volieren überall hin und es gäbe da noch einige Kapazitäten.
An dieser Stelle möchte ich auch mal auf den Nutzen des oft kritisierten "Artensammelns" hinweisen: hätten die Zoos schon früher ihre Kollektionen klein gehalten, gebe es heute wahrscheinlich Säbelantilope oder Davidshirsch nicht mehr, weil eben nur ein oder zwei Spießbockarten in Zoos gehalten worden wären. Gerade bei letzterem ist dies so, denn bekanntlich stammen alle heute lebenden Davidshirsche von drei Tieren ab, die im Zoo Berlin, dem "Artensammelzoo" schlechthin lebten.
Hat jemand den Überblick über die Krontaubenbestände in Zoos? Ich kann leider die Unterarten nicht recht unterscheiden und stelle fest, daß sie manchenorts recht gut züchten.
@ Proteles :
Sehr, sehr angebrachtes Statement von dir... Wie sähe die Zootierwelt bloss ohne die alten Artensammler aus...
Vermutlich gäbe es nur noch spektakuläre Großsäuger, Großkatzen, ein paar Großbären und da würde es dann auch schon eng... Hirsche, Antilopen, Kleinkatzen, Meerkatzen, Schweine usw. wären wohl nicht mehr vorhanden...
Von den Vögeln und allen anderen Tieren mal ganz zu schweigen...
Ich denke, dass Zoos fast nicht mehr neue Gefahrderte Arte zu Zuchtprogramme bringen. Letzte neue Saugtier-Arte werden ich glaube, wenige madagaskarische Tiere gebracht zu Zoo Jersey in 1990.-Jahren. Vogelpark Walsrode began wenige neue Vogel... und das ist alles.
Es gibt sehr viele gefahrderte Arte, wo soll sehr gut in Zoos zuchten, und welche Zuchtprogram wurde wirklich gut zu Artschutz. Seltene Tauben... und viele andere.
bei allen positven aspekten des artensammelns darf man auf gar keinen fall vernachlässigen, daß in früheren haltungssystemen die tiere (ja, ich meine hier die individuen!) extrem gelitten haben. und DAS kann nicht sinn eines zoos sein! (was ja auch die meisten zoos gottseidank mittlerweile eingesehen haben....) dann muß man sich eben zwischen den zoos besser koordinieren, um auch mit weniger arten trotzdem noch arterhaltung bedrohter tierarten betreiben zu können; aber artensammlungen ala tp berlin, zoo berlin, zoo frankfurt und ähnliche zu verherrlichen und oder "die guten alten zeiten" wieder herbei zu sehnen - dafür habe ich absolut kein verständnis! und es wird auch nicht besser, wenn man es immer wieder wiederholt...
mfg, tom.
ps auch ich finde die 1435324123. haltung von nasenbären und co extrem überflüssig!!!
Zumal das Artensammeln in früheren Zeiten (und auch heute noch, wenn man mal die 3 Gelbrückenduiker und die 5 Baird`s Tapire anguckt) in den seltensten Fällen zu einer dauerhaften, lebensfähigen Population in Zoos geführt hat. Es sind gerade auch zu Hochzeiten des "Artensammelns" ebensoviele Tierarten aus den Zoos auch wieder verschwunden wie neu geholt wurden, und die ach so arteinreichen Zoos hatten oft nur Einzelexemplare oder wenige Tiere pro Art. Starb unvorhergesehen das Zuchtweibchen oder das einzige erwachsene Männchen, war meistens alles vorbei. Mit Erhaltungszucht hatte das doch meistens überhaupt gar nichts zu tun!
Es stimmt übrigens nicht dass die letzte neue Säugetierart durch Jersey in den 90'ern geholt wurde, das müssten die Visaya-Mähnenschweine sein und das ist erst 2, 3 Jahre her. Die Gelbbrustkapuziner und die Prinz-Alfred-Hirsche sind auch noch nicht sooo lange Teil der europäischen Zooscene. Man könnte auch den Import von 6 jungen weiblichen Rotgesichts-Klammeraffen darunter fassen, denn ohne die wäre die europäische Population völlig am Ende.
Okay, ich wollte auch keinesfalls die "Tortengehege" am Berliner Antilopenhaus oder Einzelhaltungen von Elefanten und anderen sozialen Tieren Mitte des letzten JAhrhunderts gutheissen... Sorry, falls es so rübergekommen ist... Wobei man natürlich ohne Pioniere wie Grzimek in Frankfurt, Gewalt in Duisburg, oder Klös in Berlin viele Tierarten immer noch höchstens aus dem TV oder Büchern kennen würde...
Ja, ich habe Visayas-schweine vergessen. Gelbburstkapuziner und Prinz-Alfred-Hirsche waren schon fruher in Zoos.
Aber ich wollte mehr. Viele Insel-vogel, Flughunde, Lemurs, Klammeraffen, Meerkatze, Asiatische Hirsch-Unterarten, Etiopische Wolfe, Bergnyala, viele unterarte des Wildschafe und Wildziegen... Alles sehr leicht in Zoos zuchten und kann nicht gut in freie Natur geschutzt sein.