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Normale Version: Zebrapferd Eclyse ist die neueste Sensation im Safaripark Stukenbrock
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Zitat:Zoo Safaripark holt „Zebroid“ zurück in die Heimat seiner Mutter

Zebra-Pferd Eclyse ist der lebende Beweis:
Liebe kann nicht Sünde sein…

Ob es ihre exotischen schwarz-weißen Streifen waren, die ihm den Kopf verdreht haben? Oder ob die wunderschönen braunen Flecken auf seinem weißen Fell ihr den Verstand raubten? Jedenfalls hat es tierisch gefunkt – zwischen einer Zebra-Stute und einem Pferde-Hengst. Der lebende Beweis für die leidenschaftliche Affäre: Eclyse, das wunderschöne, weiße Zebra-Pferdchen mit den beiden großen „Tigerflecken“ – seit wenigen Tagen zu Hause im Zoo Safaripark Stukenbrock.

Liebe kann nicht Sünde sein… auch die Liebe zwischen Eclyses Eltern nicht, dem feurigen Pferde-Hengst und dem Zebra-Mädchen, das ursprünglich aus dem Zoo Safaripark stammt und auf einer Ranch in Norditalien ein neues Zuhause fand. „Denn“, so Tierarzt Dr. Heiner Vorbohle, „beide gehören zur Gattung der Pferdeartigen und können miteinander verpaart werden, ebenso wie Esel und Pferde.“.

Gemeinsam mit ihrer Schwester reiste Eclyses Mama 2002 nach Italien. Safaripark-Chef Fritz Wurms gab die Stuten aus eigener Nachzucht ab, um in seiner Zebra-Herde Inzucht zu vermeiden. In Italien genossen die beiden ostwestfälischen Zeb-ras das süße Leben - auf den weitläufigen Weiden einer großen Pferdefarm gemein-sam mit „echten“ Pferden.

Dass aus Freundschaft Leidenschaft wurde, damit hatte der neue Besitzer nicht ge-rechnet. Die Geburt der kleinen „Eclyse“ 2006 war eine echte Überraschung. Zwischen 365 und 375 Tagen trägt eine Zebrastute, die Tragzeit bei Pferden ist ca. 330 Tage. „Weil aber niemand weiß, wann es wirklich gefunkt hat, kann auch niemand sagen, wie lange die Stute getragen hat. Dass der Papa ein Pferd ist, kann die Tragzeit beeinflusst haben“, so Dr. Vorbohle. Fest aber steht: das helle Fohlen mit den beiden Tigerflecken an Hals und Kruppe war und ist quietschgesund.

Liebe auf den ersten Blick – das war die Begegnung mit dem Zebra-Pferdchen auch für Fritz Wurms, der auf einer seiner Italienreisen seine Stuten besuchte und staunte. Und so kam es, dass Eclyse jetzt im Zoo Safaripark eine neue Heimat gefunden hat.
Hier bemüht man sich jetzt, alles Wissenswerte über Zebroide“ oder „Zorsen“ – so nennt man Kreuzungen aus Zebras und echten Pferden – zu erfahren. Und inzwi-schen steht fest: schon zu Kolonialzeiten wurden die beiden Unterarten der Gattung Pferd (Equidae) in Afrika gekreuzt, und man tut es heute noch. Eingesetzt werden die Kreuzungen zum Beispiel für Trecking-Touren auf den Mount Kenia. Auch in den USA züchtet man „Zebroiden“ als Freizeit- und Hobby-Pferdchen. Und fast immer ist die Mama ein echtes Pferd und der Papa ein Zebrahengst. Dr. Heiner Vorbohle: „Pferdestuten sind leichter zu halten als Zebras, die gemein hin als störrischer gel-ten.“ Natürlich hat auch Eclyse das afrikanische Temperament ihrer Mutter geerbt. Aber die junge Stute lässt sich das brav das Halfter anlegen, ablongieren und begrüßt ih-re Besucher freundlich. Noch hat sie im Stall eine Box für sich allein und draußen im Zoobereich des Parks ein eigenes Gehege mit Unterstand. Aber: einsam soll sie nicht bleiben, denn alle Pferdeartigen sind Herdentiere. „Wir suchen für Eclyse einen jungen Ponyhengst, ein Doppelpony mit einem Stockmaß zwischen 1,40 und 1,50 Meter, wenn möglich ein braun geschecktes Pferdchen“, so Parkchef Fritz Wurms.

Dass sich Eclyse – so wie ihre Mutter – unsterblich verliebt, ist möglich. Dass sie ein Fohlen zur Welt bringt, eher unwahrscheinlich, denn Kreuzungen zwischen unter-schiedlichen Tieren der Gattung Pferd sind in der Regel unfruchtbar. Das gilt für Ze-broiden ebenso wie für Maulesel und Maultiere.

„Aber vielleicht“, sagt Fritz Wurms, „kommt ja in Italien irgendwann ein Geschwis-terchen unserer Eclyse zur Welt…“ Ob das dann genau so aussieht, steht in den Sternen. Mag sein, dass sich die Zebra-Mama beim nächsten Mal in einen anderen Hengst verliebt. Und dann sieht auch der Nachwuchs anders aus. Die meisten Zebroide, über die in der Literatur berichtet wird, haben übrigens durchgängige Zebrastreifen. Mit ihrem Aussehen ist die kleine Eclyse also selbst un-ter ihresgleichen ein echtes Unikat – eine außergewöhnliche Schönheit.

„Liebe ist die Fähigkeit, Ähnliches an Unähnlichem wahrzunehmen“ (Adorno)
Quelle: http://www.safaripark-stukenbrock.de

Bildergalerie mit Fotos von Eclyse
http://www.uripress-gmbh.de/safari/zebrapferd/

Video über Eclyse
http://www.focus.de/wissen/videos
Ich hatte da schon was drüber gelesen. Aber danke für deinen ausführlichen Artikel. Hybriden sind natürlich immer ein umstrittendes Thema, wie auch Liger und Co. Aber ich habe mir die Fotos von dem "zebroid" mal angeguckt - sie gefällt mir sehr gut. Sehr außergewöhnliche Färbung. Unter den beschrieben Tigerflecken konnte ich mir erst nichts vorstellen, jetzt weiß ich , wie das gemeint ist. Ein sehr hübsches Tier, meiner Meinung nach!
Ich weiss nicht ob es sinnvoll ist Zebrapferde zu präsentieren . Aber Fritz Wurms wird schon wissen , wie er es werbewirksam einsetzen kann . Will mal hoffen, dass das kein neuer Trend in deutschen Tierparks wird . Und wenn dann bestimmt nur bei einigen privaten . Man könnte auch sagen bei den üblichen Verdächtigen .
Also mir persönlich gefällt dieser "Zebroid" überhaupt nicht.
Schon komisch, wie gewollt und nicht gekonnt.....
Vielleicht können die Mischlinge hier oder da die allzu zänkischen Zebras auf den Afrikaanlagen vertreten? Vermutlich würde sie der Besucher aber nicht als vollwertigen Ersatz ansehen.
Also ich finds schön... ungewöhnlich aber schön - klar, nicht erstrebenswert.. aber das is ja jetz mal ganz nüchtern betrachtet Big Grin
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